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The probably best known german magazine for producers, engineers, composers and musican has reviewed several soundsets of CFA-Sound.
Review Cable soundsets for U-He ACE - issue 2010-06 Urs Heckmanns „kleiner“ Modular-Bolide ACE ist kaum sechs Monate alt, da kann man sich zu den zahlreichen Presets schon ein erkleckliches Paket an Drittanbieter-Patches dazukaufen. Programmierer ist in den Fall Cyforce a.k.a. Martin Breuhahn, der drei Sets mit jeweils 64 Patches zusammengestellt hat. Hinzu kommt ein kostenloses 32er-Set namens CableDrum, das unter anderem synthetische Drumsounds liefert.
CableDance
Der Tanz der Kabel soll vor allem Freunde von Electro, House und Minimal bedienen. Entsprechend kurz und knackig sind die meisten Sounds auch. So gibt es Bässe, Drums, Sequencer- und Synthsounds(die man gemeinhin als „Polysounds“ bezeichnen könnte). Das erscheint nur konsequent: Leads und Pads haben in den eher minimalen Stilen einen geringen Stellenwert, weil es statt klarer Melodielinien eher Synthriffs über rhythmischen Groovepatterns gibt.
Die Bässe befleißigen sich größtenteils kurzer Decay-Phasen, was man auch für viele der anderen Üatches behaupten kann. Sie fügen sich gut in den entprechenden Arrangements ein und betonen das rhythmische Klickern der anvisierten Stile. Von den Drums hätte ich gerne sehr viel mehr gehabt. Der Rest ist dafür mit ahlreichenen Synthsounds gefüllt. Zunächst wirkt das alles eher unaufregend und „normal“, aber im Zusammenspiel sind es genau die Sounds, die man prima als i-Tüpfelchen brauchen kann. So starr wie das Material auf vielen Sampling-Produkten sind sie nicht, aber man sollte sich nicht scheuen, selber noch Hand anzulegen und zu variieren. CableDance ist kein alleine glücklich machender Rundumschlag, sondern solide Inspiration in Form einzelner Sahnehäubchen.
CableForce
Dieses Set richtet sich an Trance-Jünger, und schon finden wir neben den Bässen und Synths auch Leads und Pads, während man sich bei den Drumsounds und Effekten eher auf Samples verlässt – die gibt es hier also nicht.
Die Bässe wirken etwas poppiger und voluminöser, die Synthsounds harmonischer als bei CableDance. Das Highlight sind hier die Leads, mit denen man typische fette Hooklines spielen kann. Hier sägen die Oszis, dass es nur so einen Freude ist, und die eingebauten Effekte tun ihr Übriges für jede Menge Hypaa-Hypaa-Sound.
Bei den Pads bin ich da nicht ganz so sicher. So richtig Teppichleger gibt es kaum, es sind eher bewegliche, fette Drones, die man mit ein bis zwei Fingern spielt. Nicht dass man die Pads nicht brauchen könnte(in Intros zu Beispiel hervorragend!) – sie funktionieren halt nur nicht recht als „Pads“. Dazu sind sie zu heftig und auffällig.
CableSphere
Ambient, Minimal und EDM ist das Thema dieses Sets, womit ich neben ausufernden Pads auch wieder Polysynths, Sequencer-Sounds, Wavetable-Klänge, Bässe und Effekte vermelden darf.
Die Pads würde ich „typisch modular“ nennen. Wiederum sehr fett und nach vorne arbeitend, aber etwas einfacher zu beherschen als bei CableForce. Schön sind auch einige noisige Sequencer-Sounds und die Polysynths(wenn auch etwas unterrepräsentiert). Die Wavetable-Sounds wirken teils kühl und schneidend, liefern aber Wellenformen, die man von einen solchen Modularsynth nicht unbedingt erwartet hätte. Auch hier also wieder fast nur brauchbares Material ohne Ausschussware.
Praxis und Fazit
Bei so viel Licht fällt auch ein wenig Schatten. Nicht recht gefallen wollen mir die Effekt-Settings mancher Sounds. Sie stehen zwar allesamt wunderbar da, wenn man sie alleine spielt. Aber bei dieser Art von Bässen würde ich deutlich weniger Ambience- und Delay-Effekte erwarten. Für viele Arrangements muss man die Effekte erst mal zurücknehmen oder gleich ganz deaktivieren. Überhaupt einmal einstellen muss man meistens typische Modulationen. Das finde ich sehr schade, damit würden die Sounds noch einmal deutlich an Flexibilität gewinnen. Ab Werk öffnet sich aber kein Filter, eiert kein Vibrato, schwurbelt kein LFO, wenn man Aftertouch oder Modulationsrad betätigt. Ein paar Basics hätten da schon gut getan, auch wenn man es in zwei Sekunden selbst verkabelt hat.
Davon abgesehen sind aber alle drei Sets bzw. das Komplettpaket überaus empfehlenswert, wenn man die Tugenden des ACE ausnutzen will: Aggressiv, druckvoll und schneidend snd viele davon und bestens geeignet für diverse elektronische Tanzstile. Während die Werkssounds also in die Breite gehen, sind die CFA-Patches spezialisierter und ihr Geld ganz und gar wert.
Review Futured soundsets for NI Massive - issue 2010-07 Nachdem letzten Monat schon Urs Heckmanns ACE mit neuem Soundmaterial versorgt wurde, durfte ich auch heuer wieder Unmassen von Klängen aus der CFA-Sound-Schmiede von Martin Breuhahn(genannt Cyforce) laden, diesmal allerdings in NI Massive, eines der Schwergewichte unter den Softsynths, wenn es um Brachialsound und ebensolche CPU-Belastung geht. 300 Patches, thematisch unterteilt in drei pakete, versorgen Massive mit Club-orientiertem Klangmaterial.
E-1: Beats and bytes
Die minimalen Club-Styles sollten es Ihnen angetan haben, wenn Sie dieses Soundset einsetzen wollen: Bässe, Sequence- und Synthsounds finden sie hier. Fast alle sind sie laut und heftig, kaum einer kommt bescheiden oder zurückhaltend daher. Meistens sägt und dröhnt es böse ausden Membranen, viel Filter-FM wurde eingesetzt. Die Bässe wirken kühl und brutal, keine Minimoog-Emulationen stimmt versöhnlich. Das ist fast alles nur für die harten Jungs und Mädels gedacht, die ebenso harte Technomusik machen. Sets sind passende Effekte dabei, die den Sounds Räumlichkeit verleihen oder ein Delay angedeihen lassen – nichts Auffälliges oder Übermäßiges, sondern geschmackvoll als integraler Bestandteil des Klanges betrachtet. Kleiner Schönheitsfehler: Schon bei zweistimmigem Spiel clippt die Lautstärkeanzeige in Massive, vom Hostsequenzer ganz zu schweigen. Da hätte man ruhig ein wenig runterschrauben können, denn so muss es der User für jeden einzelnen der 100 Sounds selber machen – nicht gerade praktisch …
E-2: Expander
Findet man in Episode 1 kaum Sounds mit sanftem Anschlag, so sind es hier derer viele, die gemütlich einschwingen und ausgedehnte Fahrten durch die Klanglandschaft unternehmen. Hundert epische Drones, Pads und Athmos machen das Hauptfeld aus. Ambient, bedrohliche Filmmusik (Sci-Fi und Horror) oder auch elektronische Club-Intros lassen sich damit bestens vertonen. Biestig sind sie aber auch hier, sanften Schönklang gibt es nur selten und auch keine ausgedehnten Workstation-Fantasy-Sounds àla Korg. Und auch hier fährt wieder fast jeder von ihnen in den roten Bereich.
E-3: Hardsync
Trance und Co. ist bei diesem Set angesagt, und dementsprechend gibt es Bässe, Sequencer-Sounds und vor allem Leads. Sie alle sind fett und böse und sägen sich schön durch alle Membranen, die ihnen im Wege stehen. Gedeckte Sounds mit runtergedrehten Filtern sind eher die Ausnahme, ebenso wie Vintage-Klänge, die typische Synthsounds emulieren. Das ist also weder poppiger Electro noch Dance, sondern eine Etage tiefer, dort wo die lichtscheuen Gestalten tanzen. Ein bisschen ermüdet man als harmoniesüchtiger Zeitgenosse da schon: Der Klangcharakter ist über alle drei Pakete sehr ähnlich, aber eben auch konsequent authentisch für den jeweiligen Stil.
Praxis und Fazit
Wie schon bei den ACE-Paketen wirken alle Sounds durchdacht und dem Stil angemessen. So lassen sich komplette, authentische Tracks basteln (wenn man von den Drums absieht) oder mit CFA-Sounds veredeln. Die Tendenz geht jedoch eindeutig in die harte Richtung: Viel FM, viele Obertöne, viele sägende, böse Sounds.
Schade dabei: Ab Werk heben sich die Klänge kaum von den starren Samples ihrer selbst ab. Will sagen: Egal ob man hart oder sanft in die Tasten haut, ob man Aftertouch verwendet oder das Modulationsrad hochdreht, es passiert in 300 Patches – gar nichts! Die Macro-Abteilung des Massive wurde zwar akribisch für jeden Sound vorbereitet, d.h., dort sind die wichtigen Parameter verknüpft, auf dass man sinnvolle Variationen herbei-modulieren kann. Indes, die MIDI-Controller selbst wurden nicht zugewiesen, das muss der User selber machen. Beim Modulationsrad ist das noch einzusehen, aber Anschlagdynamik und Aftertouch in keinem einzigen Patch mal auf Filtr-Frequenz, Resonanz, Pitch-LFO oder wenigstens Lautstärke zu routen, ist schon eine Unterlassungssünde. So spielen sich die Patches völlig undynamisch, immer volles Rohr. Wären die Klänge nicht so schön böse und messerscharf, man würde es dem Produzenten übelnehmen. So jedoch bleibt nur ein Fleck auf der sonst so pechschwarzen Weste, den man mit etwas Eigeninitiative selbst ausbügeln muss.
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